Der Seelenbrecher

31.08.2016 20:05

Gesehen von Tanja Wahle am 9. Juli 2016 im Kellertheater

KellertheaterWer sich ins Theater begibt, begibt sich in eine andere Welt; Theater ist Behauptung, das wissen alle, die sich dort gerne aufhalten. Da kann man doch, wie das Ensemble von "Der Seelenbrecher" auch wunderbar behaupten, dass die Zuschauer nicht ins Kellertheater sondern in die Klinik zu einem Experiment kommen.

Wer jemals ein Buch von Sebastian Fitzek gelesen hat weiß, dass es eigentlich undenkbar erscheint die Dichte einer jeder seiner Geschichten auf eine Bühne zu bringen. Und doch ist genau dies Katrin Kuhn und ihrem Team und Ensemble gelungen. Die Inszenierung balanciert gekonnt auf dem schmalen Grat, der einem das Lachen gleichzeitg aufsteigen und im Halse stecken bleiben läßt.

Die Rolle des Dr. Jonathan Bruck, gespielt von Gerrit Kahl, zeigt eindrücklich, dass es nicht zwingend viel "Sprechtext" braucht um den Zuschauer dazu zu bringen, dass ihm gleichzeitig zum Lachen und gruselig ist. Trotz allen Grusels will man unbedingt wissen, wie die Aufösung dieses fesselnden Phsycho-Dramas ist. Und die ist dabei am Ende genauso abgründig wie menschlich und entlässt einen mit einem wohligen "Grusel" und dem guten Gefühl zwei Stunden beste Unterhaltung genossen zu haben.

Die nächste Vorstellung ist am 29. Oktober und es empfiehlt sich Karten vorzubestellen.

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