Editorial der "Bühne" 2/2014 - Zeit für den Verband

07.07.2014 16:50

Zeit für den Verband

VHAT Präsident Christian DennertLiebe Mitglieder, liebe Leser,

alles hat seine Zeit und für alles braucht man auch Freiwillige, die bereit sind, ihre Zeit hierfür zur Verfügung zu stellen. Gerade dieses kostbare Gut „Zeit“ wird zunehmend in den letzten Jahren offenbar immer knapper. Jedenfalls kann man diesen Eindruck gewinnen, wenn man in Bereiche ehrenamtlicher Tätigkeiten blickt. Immer weniger Freiwillige können aus privaten und/oder beruflichen Gründen ihr ehrenamtliches Engagement in gewohnter Weise fortführen oder müssen dies sogar gänzlich einstellen. Dabei sind die Anforderungen an die noch ehrenamtlich Tätigen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dem Trend, dass immer weniger Freiwillige immer mehr Tätigkeiten ausfüllen müssen, ist nunmehr entgegenzuwirken, um nicht das ehrenamtliche Engagement in der Breite zu gefährden. Dies kann entweder durch die Aufteilung der Aufgaben auf weitere Schultern oder durch die Reduzierung der Betätigungsfelder erreicht werden.

Leider ist auch unser Verband von dem oben skizzierten Trend nicht verschont geblieben – ich habe bereits in meinem letzten Editorial hiervon berichtet. Bedauerlicherweise hat sich daraufhin nicht eine Person bei mir gemeldet, um bei den Aufgaben des Verbandes zukünftig mitzuarbeiten. Somit bleibt dem Präsidium nur noch die Alternative von radikalen Streichungen aus dem bisherigen Angebot. Die diesjährige Vollversammlung hatte zur Entlastung beschlossen, dass „Die Bühne“ nur noch per Sammelversand an die Vorsitzenden verschickt und von diesen weiter verteilt wird. Wie sich jetzt zeigt, reicht diese Entlastung nicht aus, um die personellen Abgänge zu kompensieren, sodass diese Ausgabe vorerst die letzte „Bühne“ sein wird. Vielleicht kommt eines Tages wieder die Zeit, in der sich Freiwillige finden, um eine Wiederaufnahme einer Verbandszeitschrift sicherzustellen. Aber auch andere – gerade neue – Aufgabenfelder des Präsidiums müssen wir nun auf den Prüfstand stellen, da sich eine personelle Reduzierung im Präsidium ab 2015 abzeichnet. Es sei denn, wir finden noch weitere Freiwillige mit Zeit für Verbandsarbeit.

Ich hoffe, die Sommerpause verschafft allen ehrenamtlich Engagierten die Zeit, neue Kraft für die anstehenden Aufgaben in den Mitgliedsbühnen zu sammeln – und vielleicht bleibt dann noch etwas Zeit für den Verband?

Christian Dennert

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