Ganze Kerle

01.05.2015 17:35

Gesehen am 30.4.2015 von Wolfgang Snijders im Theater 47

Am Donnerstag, 30. April 2015 um 19:30 Uhr konnte mit der Jenfelder Volksspielbühne in den Mai getanzt werden. Somit war es klar, sich im Vorfeld die aktuelle Inszenierung anzuschauen, zumal es von Wentorf nach Barsbüttel nur einen Katzensprung entfernt ist. Der Inhalt der Komödie von Kerry Renard ist sicherlich hinreichend bekannt und soll daher zur Orientierung in der Kurzfassung
wiedergegeben werden:

Tagsüber malochen Ben (Andreas Mecke), Georg (Uwe Christan), Paul (Stefan Dannenhauer) und Manuel (Manuel Greskamp) als Paketboten in Hamburg. Abends treffen sich die Kollegen gern auf ein Feierabendbierchen. Als Ben eines Tages erfährt, dass die kleine Tochter ihres Chefs (Manfred Staeger) an einer schweren Augenkrankheit leidet und sich eigentlich einer äußerst kostspieligen Operation unterziehen müsste, beschließen die vier sofort, der Kleinen zu helfen. Und zwar mit einer Wohltätigkeitstravestie-Show, die das Quartett selbst auf die Beine stellen will.

Die vier Männer engagieren eine Trainerin (Uschi Pagelsen), die den Paketboten das nötige Rüstzeug an die Hand geben soll. Wenn die Paketboten nun nach Geschäftsschluss loslegen und die Arbeitsklamotten gegen glitzernde Frauenfummel, Pumps und Perücken tauschen, geht die Post ab. Logisch, dass die allmähliche Verwandlung von echten Kerlen in schmucke Deerns viel Raum für urkomische Situationen bietet …

Da dass das Stück bewusst in Hamburg und der näheren Umgebung spielt, wird recht schnell ein Bezug zur Region hergestellt. Die sympathischen Kerle spielen sich zudem innerhalb kürzester Zeit in die Herzen der Zuschauer. Mit viel Charme, toller Musik und einigen irrwitzigen Gags fühlte ich mich sehr kurzweilig unterhalten.

Fazit: Die Umsetzung war brillant. Besonders mutig waren die Darsteller, sich in High Heels und ausgefallenen Kleidern auf die Bühne zu trauen. . Besonders die Revue in Form einer TravestieShow am Ende des Stückes versetzte das Publikum zurück in die späten 70iger und frühen 80iger Jahre. Zudem erreichten die einzelnen Auftritte echtes Kabarett-Niveau. Daher: Daumen hoch für dieses kurzweilige und unglaublich gut inszeniertes Bühnenevent.

Wolfgang Snijders (Wentorfer Bühne)

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