Schaffen wir den Neuanfang? - Ja, wir schaffen das!

27.01.2015 08:05

Bericht von der Beiratssitzung am 20. September 2014

Wir brechen alte Krusten auf.Am 20. September 2014 trafen sich 27 "positiv Verrückte"(O-Ton aus der Sitzung :-) aus 15 Bühnen zur Beiratssitzung. Schon der runde Tisch ließ erahnen, dass sich diese Sitzung sehr von den bisherigen unterscheiden würde. So eröffnete nicht wie gewohnt Christian Dennert als Vorsitzender des Präsidiums den Vormittag. Stattdessen stellte sich Wolfgang Snijders als Moderator und Diskussionsleiter für diesen Tag vor. Einleitend rief er zunächst die Bedeutung des Begriffs "VERBAND" in Erinnerung: nämlich steckt "verbinden" im Wort "Verband".

Es haben sich demnach also mehrere Personen/Gruppen mit gleichen Interessen zusammengeschlossen - verbunden und er wirft in den Raum, dass ein Verband nur so gut sein könne, wie seine Mitglieder ihn aktiv mit Leben füllen und die vielfältigen Aufgaben gleichmäßig verteilen. Dass dies jedoch zur Zeit nicht gelebt wird und die Verbandsaufgaben nur noch durch die Mitglieder des Präsidiums gestemmt werden, darauf hatte Christian bereits mehrmals hingewiesen. Auch, dass dieser Zustand für das Präsidium nicht mehr tragbar ist und eine Änderung herbeigeführt werden müsse, da ansonsten die Mitglieder zur Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stünden.

Also forderte Wolfgang die Anwesenden zu einer Bestandsaufnahme auf, die wertfrei ohne Schuldzuweisung geäußert werden sollte, um festzustellen, woher der seit Jahren schleichende Stillstand im Verband Hamburger Amateurtheater rührt. Ebenso wertfrei, so mutig und so kreativ wie möglich sollten Ideen und Möglichkeiten entwickelt werden, die aktuelle Lage zu verbessern. Die 2 stündige Diskussion war lebhaft - niemals aggressiv!, ehrlich, provokant - aber niemals ketzerisch und ließ am Ende sogar eine gewaltige gedankliche Mauer einstürzen.

Nachdem sich die "Staubwolke" nach der Mittagspause gelegt hatte, war eine deutlich gereinigte und zum Aufbruch bereite Stimmung im Saal zu spüren. Es war ein deutliches "JA" zum Erhalt des Verbands und Wolfgang setzte im 2. Teil des Tages den "Wiederaufbau" in Gang. Dazu war jeder/jede Anwesende aufgefordert, zu benennen, welche Hauptaufgabe /-anforderung er/sie sich persönlich vom Verband wünscht. Die Wünsche wurden gesammelt und zu vier Arbeitsgruppen gebündelt.

Anschließend entwickelte sich ein zukunftsfähiges, flexibles Präsidiumsmodell. Es wurde beschlossen, in 2015 eine Satzungsänderung zu erwirken, in der das Präsidium auf drei hauptamtliche Mitglieder beschränkt wird; das sind: Präsident, Vizepräsident und Geschäftsführer. Diese drei Ämter werden die repräsentativen und verwaltungstechnischen Aufgaben ausführen. Außerhalb des Präsidiums wird ein operativen Geschäftsführer die verschiedenen Arbeitsgruppen koordinieren und das Bindeglied zum Präsidium sein. Innerhalb der Arbeitsgruppen wird es einen "Sprecher" geben.

An diesem Samstagnachmittag erfasste eine unglaubliche Dynamik alle Anwesenden. Ein regelrechtes Energie-Gewitter entlud sich, dass es unmöglich machte, sich seinem magischen Sog zu entziehen, so dass sich aus diesem Moment heraus einige energiegeladene, "positiv Verrückte" gefunden haben, die Positionen "operativer Geschäftsführer" und "Arbeitsgruppen-Sprecher" zu übernehmen. Es wurde ebenfalls beschlossen, ein Wochenende auszurichten, an dem sich die Arbeitsgruppen erstmals zusammenfinden, um ein Profil zu erstellen, in dem Aufgaben und Maßnahmen genau definiert sind. Bis dahin sollen möglichst viele Mitstreiter angeworben werden. Dazu wurde auf allgemeinen Wunsch via Whats App eine Gruppe eingerichtet, über die bereits ein reger Austausch stattfindet. (Wer hier noch zusteigen möchte, wendet sich an Wolfgang Snijders, Wentorfer Bühne.)

Es bleibt festzuhalten, dass wir an diesem Samstag wirklich etwas Besonderes erlebt haben und die Chance auf einen Neuanfang wirklich besteht. Schade, dass 18 Bühnen diesen Moment verpasst haben. Aber es ist noch nicht zu spät! Wer ebenfalls am Fortbestehen des Verbandes interessiert ist und ihn mitgestalten möchte, hat die Möglichkeit, dies in momentan vier Arbeitsgruppen zu tun. Bitte informiere dich bei unserer operativen Geschäftsführerin:

Alexandra Meizel, Börner Speeldeel, Tel.: 0172 9558871, e-Mail:

Am Ende möchte ich mich persönlich bedanken:

Einmal beim Präsidium, das dem Angebot von Wolfgang mutig gefolgt ist und alles auf eine Karte gesetzt hat. Dann bei Wolfgang selbst, der es verstanden hat, Wesentliches ans Licht zu bringen und neue Denkansätze anzustoßen. Danke an Alexandra Meizel, Roland Seifert, René Nitschke und Raik Woitha für eure Spontaneität und Entschlossenheit, dem neuen Modell Leben einzuhauchen und nicht zuletzt allen Anwesenden für die immer faire, erkenntnisreiche, lebhafte Diskussion.

Eure Cerstin Becker

Wentorfer Bühne e.V.

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