Die Nadel der Kleopatra

15.10.2014 23:05

Gesehen am 12.10.2014 von Tanja Wahle im Amateur-Theater Altona

Die Nadel der Kleopatra: Ein sehr sehenswertes Stück. Einfühlsam gespielt und mit einem guten Blick der Regie (Ralf Erfurth) für die leisen Töne und kleinen Gesten.

Der Inhalt des Stückes ist schwer zu beschreiben: Letztlich geht es, wie so oft  im Leben um Liebe. Um falsche Entscheidungen, verpasste Chancen und die Tatsache, dass nicht jede Wahrheit es wert ist, ausgesprochen zu werden. Das Stück kommt mit vier Darstellern gut aus und jeder dieser Darsteller füllt seine Rolle perfekt.

Trotzdem sei an dieser Stelle Irmgard Sen Gupta lobend erwähnt. In ihrer unaufgeregten und unglaublich autentischen Art, die Rolle der blinden, alten Dame zu spielen, die sehnsüchtig versucht ein Stück der glücklichsten Zeit ihres Lebens noch einmal nachzuempfinden und die, durch ihren ungebrochenen Glauben an die einzige und wahre Liebe, auch das Leben ihrer jungen Vorleserin, die sehr überzeugend von Birte Hellwig gespielt wird, nachhaltig verändert.

Der einzige Kritikpunkt, der sich aber offenbar aufgrund der dramaturgie des Stückes nicht anders lösen läßt, sind für meinen Geschmack zu viele Umbaupausen; diese werden, und das macht die ganze Sache dann irgendwie wieder rund, sehr liebevoll durch kleine Gitarrensoli überbrückt, die Patrick Schmidt, einer der Darsteller, zum Besten gibt.

Fazit: Sehr berührend, sehr sehenswert!

Tanja Wahle

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