Heinz Buschmann, unser Ehrenpräsident, ist friedlich eingeschlafen!

Der letzte Vorhang hat sich nun auch für Heinz Buschmann gesenkt. Heinz Buschmann gehörte eigentlich sein Leben lang der VB Jenfeld an, deren Vorsitzender er über viele Jahrzehnte war. Fast ebenso lange leitete er als Präsident den Hamburger Verband und war gleichzeitig im Vorstand des BDAT sowie des Beirats maßgeblich an vielen Satzungsänderungen beteiligt.

Sein Leben war Theater, aber nicht auf, sondern im Hintergrund der Bühne, der die Geschicke leitete und stets in der „Hand“ behielt. In dieser Zeit stellte er sich unermüdlich und uneigennützig in den Dienst des Amateurtheaters. Er war nicht unbedingt ein Mann der großen Worte, aber der stillen, steten und zielbewussten Arbeit. Seine Gewissenhaftigkeit, sein Pflichtbewusstsein, seine Aufrichtigkeit, seine Verlässlichkeit und seine Urteilskraft brachten ihm in der gesamten deutschen Theaterlandschaft Vertrauen, Hochachtung und Freundschaft ein. Für dieses große uneigennützige Engagement wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Eine Auszeichnung, auf die er mit Recht stolz war, sein konnte, eine Auszeichnung, die – wie man so schön sagt – den richtigen getroffen hat.

Die Sorge für den Nachwuchs war ihm nicht nur Aufgabe, sondern auch Erfüllung seines Lebens. Mit dem Dank für all das, was Heinz für das Amateurtheater, für uns alle getan hat, wird sein Name in der Geschichte des deutschen Amateurtheaters einen ehrenvollen Platz einnehmen.

Im Namen des Hamburger Theaterverbandes
seine Nachfolgerin und über 21 Jahre Präsidentin

Kathrin Oehme


Lieber Heinz,

seit ungefähr 40 Jahren kenne ich dich, weil mein damaliger Verein in den Landesverband aufgenommen werden wollte, und seit ca. 30 Jahren arbeite ich mit dir im Verband, nachdem ich auf einer Jahreshauptversammlung im Stavenhagenhaus die Kursorganisation übernommen habe.

Stets hast du mir das Gefühl gegeben, dass du hinter mir stehst und mich unterstützt. Ich habe mich bei sämtlichen Fragen und Problemen immer auf dich verlassen können. Dein unerschöpflicher Erinnerungsschatz und die unermessliche Hilfsbereitschaft, deinen Mitgliedern – sei es in der Jenfelder Bühne oder im Landesverband – mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen, hat dich bis ins hohe Alter aktiv gehalten.

Auch als ich vor über zehn Jahren “deinen Verein” als Vorsitzende übernommen habe, waren deine Gespräche und Informationen Gold wert. Wie viele Sitzungen hast du in deinem erlebnisreichen Leben geleitet oder begleitet! Ich erinnere mich an die Beiratssitzungen in Sprötze oder Plön, wo du von deinen Reisen nach Marokko in einem Kaftan die schönsten Geschichten erzählt hast.

Ja, und nun ist der letzte Vorhang für dich gefallen. Wahrscheinlich sitzt du jetzt auf einer Wolke und schaust mit aufmerksamem Blick auf das zukünftige Geschehen in deiner Amateurtheater-Szene, sortierst deine zahlreichen Urkunden, die dir im langen siebzigjährigen Theaterleben überreicht wurden, und tauschst Anekdoten mit vielen uns allen bekannten Theatergrößen aus.

Lieber Heinz, du fehlst mir, du fehlst uns allen im Amateurtheater – ich freue mich, dass ich dich gekannt habe.

Deine Jutta
Vorsitzende im “Theater 47” und
Vizepräsidentin im VHAT